Photovoltaik: Naturtag für „gute Freiflächen“

Aufgeständerte Solarmodulreihen beschatten eine Agrarfläche, dazwischen fährt ein Traktor.Foto: Öko-Haus GmbH
Freiflächenanlagen, die im Rahmen der Agro-PV gebaut werden, dürfen die Landwirtschaft nicht beeinträchtigen.
Der Bundesverband neue Energiewirtschaft (BNE) veranstaltet mit dem GEO-Magazin einen Tag der Natur und zeigt wie „gute Freiflächen“ bei der Photovoltaik aussehen. 25 Solarunternehmen wenden die Praxis an.

.Der BNE veranstaltet gemeinsam mit dem GEO Magazin einen Naturtag für „gute Freiflächen“ der Photovoltaik. Dabei geht es darum zu zeigen wie eine ökologisch vorbildliche Umsetzung von Solarstromparks aussieht. Wie der BNE mitteilte, werden am 12. und 13. Juni 2021 über ganz Deutschland verteilt Solarparkbetreiber:innen der Öffentlichkeit ihre Türen öffnen. Sie werden so vor Ort auf die Vorteile der Solarenergie, vor allem die der Artenvielfalt aufmerksam  machen.

„Wir freuen uns, interessierten Bürger:innen und Gemeinden die ökologischen Solarparks im Rahmen des GEO-Tag der Natur vorstellen zu können“, erklärt Dr. Mirjam Glessmer, Leiterin des GEO-Tag der Natur.

Im vergangenen Herbst haben sich mehr als 25 Solarunternehmen aus ganz Deutschland der Selbstverpflichtung „Gute Planung“ des BNE angenommen. Dessen Grundlage liegt in der in 2019 veröffentlichen Studie „Solarparks – Gewinne für die Biodiversität“.

Agri-PV muss Landwirtschaft bleiben

Mit der Umsetzung verpflichten sich die Unternehmen, einen über die regulatorischen Vorgaben hinausgehenden Beitrag zu leisten. Die Selbstverpflichtung zielt u.a. darauf ab, durch Solarenergie die Landwirtschaft und Biodiversität zu verbinden. Die Nutzung der Flächen erhöhe somit die Akzeptanz durch Landwirtschaft, Bürger und Naturschutz. Entscheidend ist, dass auch eine landwirtschaftliche Fläche mit einem Solarpark eine landwirtschaftliche Fläche bleibt. Das Konzept der Agri-Photovoltaik (Agro-PV) ist aktuell stark im Kommen.

„Solare Energieerzeugung kann, wenn sie gut gemacht wird, Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und Tiere schaffen. Hierfür müssen die definierten Standards Guter Planung bei PV-Freiflächenanlagen jedoch in allen Planungs- und Betreiberphasen umgesetzt und langfristig eingehalten werden. Dies sichert transparente Vorteile für die Gemeinden, die dort lebenden Bürger:innen sowie der Biodiversität auf den genutzten Flächen“, erklärt BNE-Geschäftsführer Robert Busch.

„Unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Kriterien können Solarparks nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern gleichzeitig auch für den Erhalt und die Förderung von Biodiversität leisten. So wird das in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt geforderte Ziel, die Nutzung von Synergieeffekten zwischen der Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Gewinnung erneuerbarer Energien zu unterstützen, praktisch umgesetzt,“, erklärt Biologe Dr. Tim Peschel

Der GEO-Tag der Natur wurde 1999 ins Leben gerufen und findet seitdem jährlich mit circa 400 verschiedenen Veranstaltungen in Deutschland und seinen Nachbarländern statt. Die Betreiber:innen der Solarflächen planen derzeit öffentliche Veranstaltungen mit geführten Touren und Zählung der Arten durch externe, fachmännische Biolog:innen.

5.3.2021 | Quelle: bne| © Solarserver / Solarthemen Media GmbH

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