Neue Klimakammern für Solarlabor beim TÜV

In Köln steht das europaweit größte Solarprüflabor von TÜV Rheinland und erweitert seine Kapazitäten: Zwei moderne Klimakammern erlauben zukünftig detaillierte Solarmodul-Tests zu Umweltbedingungen mit einer Simulationsbandbreite von -70 Grad Celsius bis zu +150 Grad, bei 10 bis zu 98 Prozent relativer Luftfeuchte. Extremszenarien wie alpine Schneestürme, tropische Feuchtgebiete oder glühende Wüstenlandschaften lassen sich so nachbilden. Der Leiter des Kölner Solarlabors vom TÜV Rheinland, Lukas Jakisch, sagt: „Angesichts einer Zunahme extremer Wetterverhältnisse durch den Klimawandel rücken entsprechende Belastungstests von Solarmodulen in den Vordergrund. Mit den neuen Klimakammern können wir auf die neuesten und zunehmend höheren Anforderungen in der Prüfung von Solarmodulen reagieren.“
TÜV investiert in Solarlabor
Die Ausrüstung der Kammern ist technisch aktuell und berücksichtigt die Verwendung umweltfreundlicher Kältemittel bei zeitgemäßen Umweltschutzkriterien. Etwa eine Million Euro investiert der TÜV Rheinland im Jahr 2025 somit in innovative Prüfverfahren und nachhaltige Entwicklungen in der Solarbranche.
Seit mehr als 40 Jahren begleitet der TÜV Rheinland die Entwicklung der Solar-Technologie. Weltweit sind 1.000 Fachleute zur Minimierung von technischen und qualitativen Risiken in Solarkraftwerken sowie in spezialisierten Prüflaboren und Kompetenzzentren tätig. Diese Expert:innen führen weltweit mehr als 50.000 Prüfungen jährlich zu Solar-, Speicher- und Power-Electronics-Lösungen durch: Sie entwickeln neue Testmethoden, arbeiten an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und in Normungsgremien mit. Weltweit bieten sie Leistungen zur Machbarkeit, Finanzierung, Qualitätssicherung und Abwicklung von Garantiefällen von Photovoltaik-Kraftwerken, ermöglichen international den Marktzugang durch Prüfungen und Zertifizierungen für Photovoltaikmodule, Komponenten, Wechselrichter sowie Energiespeichersysteme und solarthermische Kollektoren.
TÜV Rheinland betreibt Labore zu Solarsystemen unter anderem in Bangalore (Indien), Köln (Deutschland), Mailand (Italien), Shanghai (China), Taichung (Taiwan) sowie in Pleasanton (USA). Zum Netzwerk für Solarenergie gehören darüber hinaus 15 Zentren in Afrika, Amerika, Asien und Europa.
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