NRW: Förderung für Geothermie-Projekte ausgebaut

Bohrgestänge für eine Geothermie-Bohrung, NRW hat die Förderung für Geothermie-Projekte ausgebaut.Foto: RGtimeline / stock.adobe.com
Das Land NRW übernimmt Fündigkeitsrisiken und sichert die erste Bohrung mit 60 Prozent der beihilfefähigen Kosten ab.
In NRW erhalten Unternehmen nun auch eine Förderung für Geothermie-Erkundungsbohrungen. Fündigkeitsrisiken sichert das Land mit 60 Prozent der Kosten ab.

Nordrhein-Westfalen baut seine Förderung für Geothermie-Projekte aus und unterstützt künftig auch Erkundungsbohrungen. Zudem weitet das Land die Absicherung des Fündigkeitsrisikos für Produktionsbohrungen aus. Das heißt: Findet man nicht genug heißes Wasser in der Tiefe, übernimmt das Land bis zu 60 Prozent der Kosten. „Für die nachhaltige, sichere und bezahlbare Wärmeversorgung der Zukunft heben wir den Schatz unter unseren Füßen. Mit unserer verbesserten Förderung geben wir Kommunen und Versorgern Rückenwind, um jetzt in sichere und bezahlbare Wärme aus der Region zu investieren“, sagt NRW Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur.

Förderung für Geothermie-Projekte in NRW

Förderung für Erkundungsbohrungen

In vielen Regionen des Landes ist der Untergrund grundsätzlich für die Gewinnung von Erdwärme geeignet. Um den Untergrund neben seismischen Messungen noch präziser mit Bohrungen zu erkunden, können Unternehmen künftig Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent der Kosten für Erkundungsbohrungen erhalten. Die maximale Förderung beträgt 8 Millionen Euro.

Verbesserte Risikoabsicherung

Das Land übernimmt Fündigkeitsrisiken und sichert die erste Bohrung ab sofort mit 60 Prozent der beihilfefähigen Kosten ab. Die maximale Absicherung beträgt 10 Millionen Euro.

Förderprogramm für Geothermie ausgebaut

40 Millionen Euro stellt die Landesregierung über einen Fonds der NRW.Bank für das Förderprogramm „progres.nrw – Risikoabsicherung hydrothermale Geothermie“ zur Verfügung. Somit verdoppeln sich die im Rahmen des Masterplans Geothermie zur Verfügung gestellten Mittel.

Die neuen Förderungen können Interessierte ab dem 8. April 2025 beantragen. Dann jährt sich auch die Vorstellung des „Masterplans Geothermie NRW“, mit dem sich das Land ambitionierte Ausbauziele gesetzt hat und in dem als zentrale Maßnahme das bundesweit erste Förder- und Absicherungsinstrument für die Umsetzung von Projekten für mitteltiefe und tiefe Geothermie enthalten ist. Bislang sind neun Anträge eingegangen, davon acht für projektvorbereitende Studien und ein Antrag für eine 2D-Seismik im Raum Aachen.

Am 9. April 2025 um 11.00 Uhr bietet das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Wärmewende bei NRW.Energy4Climate und der NRW.Bank ein Webinar zu der neuen Förderung für Geothermie-Projekte an.

Alle weiteren Informationen zur Antragstellung sowie Antworten auf häufige Fragen sind unter diesem Link zu finden. Die Informationen will das Land mit dem Start der neuen Förderungen am 8. April 2025 aktualisieren.

Quelle: MWIKE | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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