Next Kraftwerke vermarktet 173 Megawatt aus Solarpark Halenbeck-Rohlsdorf

Ein Luftbild vom Solarpark Halenbeck-Rohlsdorf, dessen Solarmodule ich über große Gebiete erstrecken.Foto: Denis Sherlizyn / Solarkraftwerk Halenbeck
Mit einer installierten Gesamtleistung von 229 MW auf rund 200 Hektar zählt der Solarpark Halenbeck-Rohlsdorf in Brandenburg zu den größten Photovoltaik-Projekten in Deutschland.
Der Solarpark Halenbeck-Rohlsdorf ist eine der größten Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Deutschland. Im Rahmen eines 10-jährigen PPA zwischen Shell Energy und den Betreibern übernimmt Next Kraftwerke die Kurzfristvermarktung von rund 75 Prozent der Anlagenleistung.

Seit dem 1. September übernimmt der Stromhändler Next Kraftwerke die Kurzfristvermarktung von 173 MW Solarleistung aus dem Sonnenpark Halenbeck-Rohlsdorf im Day-Ahead-Markt. Dies entspricht rund 75 Prozent der Gesamtkapazität der Photovoltaik-Freiflächenanlage. Die Vermarktung erfolgt im Rahmen eines 10-jährigen Stromabnahmevertrags zwischen Shell Energy und den Betreibern der Sonnenpark Halenbeck-Rohlsdorf GmbH. Das PPA soll langfristige Planungssicherheit schaffen und eine marktorientierte Integration des Solarstroms ermöglichen.

Ab dem 1. Januar 2027 will man einen Teil des im Rahmen des PPA abgenommenen Solarstroms für das Projekt REFHYNE 2 im Chemical Park Rheinland in Köln-Wesseling bereitstellen. Dort soll der Grünstrom mithilfe eines 100-MW-Elektrolyseurs grünem Wasserstoff für industrielle Anwendungen produzieren. Die verbleibenden rund 25 Prozent der Stromerzeugung vermarkten die Betreiber außerhalb des PPA. Über einen speziellen Stromtarif können Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde direkt von der lokalen Energieerzeugung profitieren.

Halenbeck-Rohlsdorf ist einer der größten Solarparks Deutschlands

Mit einer installierten Gesamtleistung von 229 MW auf rund 200 Hektar zählt der Sonnenpark Halenbeck-Rohlsdorf in Brandenburg zu den größten Photovoltaik-Projekten Deutschlands. Nicht nur die Größe des Solarparks ist laut Next Kraftwerke außergewöhnlich, sondern auch die Art seiner Realisierung durch die PVX Energy GmbH. Von Beginn an habe man den Solarpark mit Blick auf die Anforderungen eines sich wandelnden Energiemarktes konzipiert. Ein hoher Automatisierungsgrad, digitale Prozesssteuerung und eine umfassende Fernüberwachung sollen die Grundlage für einen effizienten und zuverlässigen Betrieb sowie eine flexible Reaktion auf Markt- und Netzanforderungen bilden. Ebenso zentral war bei Entwicklung und Realisierung der Anspruch, großflächige Energieerzeugung mit den Belangen von Umwelt- und Naturschutz in Einklang zu bringen.

Der Solarpark Halenbeck-Rohlsdorf wird weitgehend ohne EEG-Förderung betrieben. Langfristige Stromabnahmeverträge und eine flexible, marktorientierte Vermarktung schaffen dabei die Grundlage für einen wirtschaftlichen Betrieb und eine effiziente Integration des Solarstroms in den Energiemarkt.

Flexible Vermarktung stärkt das Stromsystem

Die Steuerung der Anlage erfolgt in enger Abstimmung zwischen Next Kraftwerke und dem Netzbetreiber e.dis. So wollen die Unternehmen Marktanforderungen und netzbedingte Eingriffe effizient koordinieren und die Erzeugung flexibel an aktuelle Bedingungen anpassen. Dies soll insbesondere bei hoher Einspeisung und negativen Strompreisen zur Stabilisierung des Stromsystems beitragen. Mit diesem Modell wollen Next Kraftwerke, Shell Energy und die Solarkraftwerk Halenbeck-Rohlsdorf GmbH gemeinsam einen wichtigen Meilenstein für die marktorientierte Integration großflächiger, weitgehend förderfreier Photovoltaik-Anlagen in das Energiesystem setzen.

„Als einer der führenden Vermarkter flexibler Energieanlagen demonstrieren wir mit Sonnenpark Halenbeck, wie sich großflächige, ungeförderte Solarparks wirtschaftlich optimieren und gleichzeitig flexibel in das Stromsystem integrieren lassen“, so Marc Ruehs, CEO von Next Kraftwerke. „Die direkte Nutzung des Grünstroms für die Wasserstoffproduktion ist ein wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung industrieller Prozesse. Gleichzeitig leisten wir durch eine intelligente Vermarktung und Steuerung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes.“ Karl-Heinz Remmers, Co-CEO von Solarkraftwerk Halenbeck ergänzt: „Das Projekt Halenbeck-Rohlsdorf zeigt, dass sich Solarstrom ohne umfangreiche Förderung wirtschaftlich erzeugen und für industrielle Anwendungen nutzen lässt.“

Quelle: Next Kraftwerke | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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